der Geschichte der Menschheit.
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selbe m-it Blute besiegeln. Du dies nun mit allenbekehrten Christen arssicr Judäa der Fall war: somuß man sich wundern, daß eben in den entfern-testen , den lateinischen Provinzen, so ungemein vielauf das Blutzeugniß dieser Zeugen, mithin auf eineTradition, die sic fernher hatten und schwerlich prüfenkonnten, gebauet wurde. Selbst nachdem am Endedes ersten Jahrhunders die im Orient aufgesetztenSchriften in diese entfernteren Gegenden gekommenwaren, verstand nicht jeder sie in der Ursprache undmußte sich, abermals auf das Zeugniß seines Leh-rers, mit Anführungen einer Uebersetzung begnügen.Und wie weit seltner beziehen sich die abendländischenLehrer überhaupt auf die Schrift, da die morgenlan-dischcn, selbst auf ihren Concilien, mehr nach gc-sammleten Meynungcn voriger Kirchenväter als ansder Schrift entschieden! Tradition also und Glaube,,.für den man gestorben sey, ward bald das vorzüg-lichste und siegende Argument des Cbristenthums; jearmer, entfernter und unwissender die Gemeine war,desto mehr mußte ihr eine solche Tradition, dasWort ihres Bischofs und Lehrers, das Bekenntnißder Blutzeugen, als ein Zeugniß der Kirche, gleich-sam aufs Wort gelten. >
Und doch laßt sich bey dem Ursprünge des Chri-stcnthums kaum eine andre Weis/ der Fortpflanzungals diese gedenken: denn auf eine Geschichte war csgebauet und eine Geschichte will Erzählung, Ueber-liefcrung, Glauben. Sie geht von Munde zu Munde,bis sie in Schriften ausgenommen gleichfalls einefrstgestellte, fixiere Tradition wird, und jetzt erst kannsie von mehreren geprüft, oder nach mehreren Tra-ditionen verglichen werden. Nun aber sind auch