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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 83

vermehrten. ? Gleicherweise waren seit PtolomausPhiladclphus Zeiten in Alexandrien für die Wissen-schaften blülunde Anstalten, die sich, selbst Äthennicht ausgenommen, sonst nirgend fanden. Vier-zchntauscnd Schüler hatten eine geraume Zeit da-selbst durch öffentliche Wohlthat Unterhalt und Woh-nung : hier war das berühmte Museum, hier die

ungeheure Bibliothek, hier der Rukm alter Dichterund gelehrter Männer in allen Arte» : hier also imMittelpunkt des Welthandels war die große Schuleder Völker. Eben durch die Zusammenkunft dersel-ben und durch eine nach und nach geschehene Ver-mischung der Denkarten aller Nationen im griechi-schen und römischen Reich war die sogenannte neu-platonische Philosophie und überhaupt je-ner sonderbare Svnkretismus entstanden, der dieGrundsätze aller Parrhepen zu vereinigen suchte, undin weniger Zeit Indien, Persien, Judäa, Aethiopien,Aegypten, Griechenland, Rom und die BarAiren inihren Vorstellungsartcn zusammen rückte. Wunderbarherrschte dieser Gcist fast allenthalben im römischenReiche, weil allenthalben Philosophen aufkannn, diedie Ideen ihres Geburtslandes in die große Masseder Begriffe trugen; in Alexandrien aber kam eszur Blüthe. Und nun sank auch der Tropfe desEhristenthums in dieses Meer und zog an sich, waser mit sich organisiren zu können vermcynte. Schonin den Schriften Johannes und Paulus werdenplatonische Ideen dem Ehristenthum assimilir.t; dieältesten Kirchenvater, wenn sie sich auf Philosophiecinliessen, konnten der allgemein - angenommenenVorstellungsarten nicht cntbehxcn, u d ftniae dersel-ben finden z. B. ihren Logos langst vor dem Ehri-

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