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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

ganze Mahomcdanische Religion, wie sie ist, nichtentstanden wöwe: so zeigt sich in ihm ohn' allen

Streit ein Ferment, das mehr oder minder, früheroder spater, die Denkart des ganzen Süd- zumThcil auch Nordasiens in Bewegung gesetzt hat.

Niemand indessen erwarte aus dieser Bewegungeine neue eigne Blüthe des Menschcngcistes, wiewir sie etwa Key Griechen und Römern fanden.Die Nestorianer, die so viel bewirkten, waren keinVolk, kein selbstgewachsner Stamm in einer mütter-lichen Erde; sie waren Christen, sie waren Mönche.Ihre Sprache konnten sie lehren; was aber in ihrschreiben? Liturgieen, Auslegungen der Schrift, klö-sterliche Erbauungsbücher, Predigten, Streitschriften,Chroniken und geistlose Verse. Daher in der sy-risch-christlichen Litteratur kein Funke jener Dichter-gabe, die aus der Seele flammet und Herzen er-wärmet; eine elende Künsteley, Namenregister, Pre-digten, Chroniken zu versisiciren, ist ihre Dichtkunst.In keine der Wissenschaften, die sie bearbeitet, ha-ben sie Ecflndungsgeist gebracht, keine derselben mitEigenthümlichkeit behandelt. Ein trauriger Erweis,wie wenig der ascetisch - polemische Mönchsgeist bcyaller politischen Klugheit leiste. In allen Wclttheilenhat er sich in dieser unfruchtbaren Gestalt gczciget,und herrscht noch auf den tibetanischen Bergen, woman Key aller gesetzlichen Pfaffenordnung auch keineSpur eines fceyen erfindenden Genius antrifft. Wasaus dem Kloster kommt, gehöret auch meistens nurfür Klöster.

Bey einzelnen Provinzen des christlichen Asiensdarf die Geschichte also nur kurz verweilen. NachArmenien kam das Christenthum frühe, und hat der