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Ideen zur Philosophie
II.
Fortpflanzung des Christenthums in denMorgenländern.
^)n Judäa wuchs das Christenthum unter demDruck hervor, und hat in ihm, so lange der jüdi-sche Staat wahrte, seine gedruckte Gestalt behalten.Die Nazaräer und Ebionicen, wahrscheinlichdie Reste des ersten christlichen Anhanges, waren eindürftiger Haufe, der längst ausgegangen ist und jetztnur noch, seiner Meynung wegen, daß Christus einbloßer Mensch der Sohn Josephs und der Mariagewesen, unter den Ketzern stehet. Zu wünschenwäre es, daß ihr Evangelium nicht auch untergegan-gcn wäre; in ihm hätten wir vielleicht die früheste,obwohl eine unreine Sammlung der nächsten Landcs-traditionen vom Leben Christi. Eben so wären jenealten Bücher, die die Sabäer oder Johan-neschristen besaßen, vielleicht nicht unmerkwürdig:denn ob wir gleich von dieser aus Juden und Chri-sten gemischten fabelnden Sectc nichts weniger alseine reine Aufklärung uralter Zeiten erwarten dürfen:so ist doch bey Sachen dieser Art oft auch die Fabelerläuternd *).
*) Die neueste und gewisseste Nachricht von dieserSecte ist in Nord ergs LoMinent. äs relig.st linguÄ Ladaesrum 1780» Sie sollte nebst