der Geschichte der Menschheit. ä y
Verehrend beuge ich mich vsr deiner edlen Ge-stalt, dn Haupt und Stifter eines Reichs von sogroßen Zwecken, von so daurendcm Um sauge, vonso einfachen, lebendigen Grundsätzen, von so wirk-sames Triebfedern, daß ihm die Sphäre dieses Er-delebens selbst zu enge schien. Nirgend finde ich inder Geschichte eine Revolution, die in kurzer Zeitso stille veranlaßt, durch 'schwache Werkzeuge aufeine so sonderbare Art, zu einer noch unabsehlichenWirkung' allenthalben auf der Erde angepflanzt, undin Gutem und Bösem bebauet worden ist, als diesich unter dem Namen nicht Deiner Religion,d. i. Deines lebendigen Entwurfs zum Wohl derMenschen, sondern größtentheilS einer Religionan dich, d. i. einer Gedankenlosen Anbetung Dei-ner Person und Deines Kreuzes den Völkern mit-getheilt hat. Dein Heller Geist sähe dies selbst vor-aus; und cs wäre Entweihung Deines Namens,wenn man ihn bey jedem trüben Abfluß Deiner rei-nen Quelle zu nennen wagte. Wir wollen ihn,so weit es seyn kann, nicht nennen; vor der gan-zen Geschichte, die von Dir abstammc, stehe Dei-ne stille Gestalt allein.
Philos. und Gesch. VI. Th.
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