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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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Ideen zur Philosophie

und Gcmüthstugcnden einlud. Die ächte sie Hu-manität ist in den wenigen Reden enthalten, diewir von ihm haben; Humanität ist», was er imLeben bewies, und durch seinen Tod bekräftigte;wie er sich denn selbst mit einem Licblingsnamcn,den M e u s ehc n s v h n, nannte. Daß er in sei-ner Nation, insonderheit unter den Armen und Ge-drückten viele Anhänger fand, aber auch von denen,die das Volk scheinheilig drückten, bald aus demWege geräumt ward, so daß wir die Zeit, in wel-cher er sich öffentlich zeigte, kaum bestimmt angcbenkönnen; beydes war die natürliche Folge der Situa-tion, in welcher er lebte.

Was war nun dies Reich der Himmel,dessen Ankunft Jesus verkündigte, zu wünschen em-pfahl, und selbst zu bewirken strebte? Daß cs kei-ne weltliche Hoheit gewesen, zeigt jede seiner Redenund Thaten, bis zu dem letzten klaren Bekenntnis,das er vor seinem Richter ablegte. Als ein geistigerErretter seines Geschlechts wollte er MenschenGottes bilden, die, unter welchen Gesetzen csauch wäre, aus reinen Grundsätzen andrer Wohlbeförderten und selbst duldend im Reich der Wahr-heit und Güte als Könige herrschten. Daß eineAbsicht dieser Art der einzige Zweck der Vorsehungmit unscrm Geschlecht seyn könne, zu welchem auch,je reiner sie denken und streben, alle Weisen uudGutcn der Erde Mitwirken müssen und Mitwirkenwerden; dieses ist durch sich selbst klar: denn washätte der Mensch für ein andres Ideal seiner Voll-kommenheit und Glückseligkeit auf Erden, wenn esnicht diese allgemein - wirkende reine Humanitätwäre?

Vereb-