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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. ^5

Lieblinge wable., und dadurch Stamme verkleinere,denen die Lage ihrer Umstände Glück und Ruhmversagte. Auch von den Slaven hat der Deutschegelernte der Kymr und Lette halte vielleicht einGrieche werden können, wenn er zwischen den Völ-kern anders gestellet gewesen wäre. Wir können sthrzufrieden scPN, daß Völker von so starker, schöner,edler Bildung, von so keuschen Sitten, bicderm Ver-stände und redlicher Gemüthsart als die Deutschenwaren, nicht etwa Hunnen oder Bulgarn, die rö-mische Welt besetzten; sie aber deswegen für das er-wählte Gottesvolk in Europa zu halten, dem seinesanqebornen Adels wegen dir Welt gehörte, und demdieses Vorzugs halber andre Völker zur Knechtschaftbestimmt waren, dies wäre der unedle Stolz einesBarbaren. Der Barbar beherrscht; der gebildeteUeberwinder bildet.

4 . Von selbst hat sich kein Volk inEuropa zur Kultur erhoben; jedes vielmehrhat seine alten rohen Sitten so lange beyzubchaltengestrebet, als es irgend thun konnte, wozu denn dasdürftige, rauhe Klima, und die Nolhwcndigkeit einerwilden Kriegsversassung viel betrug. Kein europäi-sches Volk z. B. hat eigene Buchstaben gehabt odersich selbst erfunden; sowohl die spanischen als nordi-schen Runen stammen von der Schrift andrer Völ-ker; die ganze Kultur des nocd - öst - und westlichenEuropa ist ein Gewächs aus römisch-griechisch-arabi-schem Samen. Lange Zeiten brauchte dies Gewächs,ehe es aus diesem hartern Boden nur gedeihen undendlich eigne, anfangs sehr saure Früchte bringenkonnte; ja auch hiezu war ein sonderbares Vehikel,eine fremde Religion nöihig, um das, was