der Geschichte der Menschheit. 3g
3. Die Juden betrachten wir hier nur alsdie parasitische Pflanze, die sich beynah allen euro-päischen Nationen angehängt und mehr oder mindervon ihrem Saft an sich gezogen hat. Nach dem Un-tergänge des alten Roms waren ihrer, vergleichungs-wcise, nur noch wenige in Europa; durch die Ver-folgungen der Araber kamen sie in großen Haufenherüber, und haben sich selbst Nationen-weise ver-theilet. Daß sie den Aussatz in unfern Welttheilgebracht, ist unwahrscheinlich; ein ärgerer Aussatzwar's, daß sie in allen barbarischen Jahrhundertenals Wechsler, Unterhändler und Reichsknechte nie-derträchtige Werkzeuge des Wuchers wurden, undgegen eignen Gewinn die barbarisch - stolze Unwissen-heit der Europäer im Handel dadurch stärkten. Grau-sam ging man oft mit ihnen um, und erpreßte ty-rannisch, was sie durch Geiz und Betrug, oder durchFleiß, Klugheit und Ordnung erworben hatten; in-dem sie aber solcher Begegnungen gewohnt warenund selbst darauf rechnen mußten, so überlistetenund erpreßten sie desto mehr. Indessen waren sie,der damaligen Zeit, und find noch jetzt manchen Län-dern unentbehrlich; wie denn auch nicht zu läugnenist, daß durch sic die hebräische Litteratur erhalten,in den dunkeln Zeiten die von den Arabern erlangteWissenschaft, Arzncykunde und Weltweisheit auchdurch sie fortgepflanzt und sonst manches Gute ge-schafft worden, wozu sich kein andrer als ein Judegebrauchen ließ. Es wird eine Zeit kommen, daman in Europa nicht mehr fragen wird, wer Judeoder Christ sey: denn auch der Jude wird nach eu-ropäischen Gesetzen leben, und zum Besten desStaats beytragen. Nur eine barbarische Verfassung