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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Normanner und andre deutsche Völker haben in man-cherlei) Vermischungen ihre andern Lander besetzt',ihre Sprache vertrieben und ihren Namen ver-schlungen.

Indessen gelang es doch der Unterdrückung nicht,auch den innern Charakter dieses Volks in lebendigenDcnkmahlen ganz von der Erde zu vertilgen; sanftwie ein Harfenton entschlüpfte ihr eine zärtlich-trau-rige Stimme aus den Gräbern, die Stimme Os-sians, des Sohnes. Fingal, und einiger seiner Genos-sen. Sie bringt uns, wie in einem Zauberspiegcl,nicht nur Gemahlde alter Thaten und Sitten vorAugen; sondern die ganze Denk- und Empfindungs-weise eines Volkes auf dieser Stufe der Kultur, insolchen Gegenden, bey solchen Sitten tönet uns durchsie in Herz und Seele. Lssian und seine Genossen sa-gen uns mehr vom innern Zustande der alten Galen,als ein Geschichtschreiber uns sagen könnte, und wer-dem uns gleichem rührende Prediger der Humanität,wie solche auch in den einfachsten Verbindungen dermenschlichen Gesellschaft lebet. Zarte Bande ziehensich auch dort von Herz zu Herzen; und jede ihrerSaiten tönt Wehmuth. Was Homer den Griechenward, hatte ein Galischer Lssian den Seinigen wer-den können, wenn die Galen Griechen und LssianHomer gewesen wäre. Da dieser aber mir, als dieletzte Stimme eines verdrangeten Volks, zwischen Ne-belbergen in einer Wüste singt, und wie eine Flammeüber Gräbern der Vater hervorglanzt, wenn jener inJonien gebohccn, unter einem werdenden Volk vieler blü-henden Stamme und Inseln, im Glanz seiner Morgen-röthe, unter einem so andern Himmel, in einer so andernSprache das schildert, was er entschieden, hell und