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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie rc.

Schwachheiten und Fehler, sein Genuß und seineHoffnung! Tausendfach ist das Problem der Huma-nitär ringsum mich aufgelöset und allenthalben istdas Resultat der Menschenbemühungcn dasselbe:aufVerstand und Rechtschaffenheit ruhe das Wesen unsresGeschlcchrs, sein Zweck und sei» Schicksal." Keinenedlern Gebrauch der Menschengeschichte giebtß, alsdiesen: er führt uns gleichsam in den Rath deS

Schicksals und lehrt uns in unsrer nichtigen Gestaltnach ewigen Naturgesetzen Gottes handeln. Indemer uns die Fehler und Folgen jeder Unvernunft zeigt,so weiset er uns in jenem großen Zusammenhänge,in welchem Vernunft und Güte zwar lange mir wil-den Kräften kämpfen, immer aber doch ihrer Naturnach Ordnung schaffen und aus der Bahn des Siegesbleiben, endlich auch unfern kleinen und ruhigenKreis an.

Mühsam haben wir bisher das dunklere Feldalter Nationen durchwandert; freudig gehen wir jetztdem näheren Tage entgegen und sehen, was ausdieser Saat des Alterthums für eine Erndte nach-folgender Zeiten keime? Rom hatte das Gleichgewichtder Volker gehoben: unter ihm verblutete eine Welt;was wird aus diestm gestörten Gleichgewicht für einneuer Zustand und aus der Asche so vieler Nationenfür ein neues Geschöpf hervorgchn?