Nach Gesetzen ihrer innern Natur muß mitder Zeitenfolge auch die Vernunft und Billig-keit unter den Menschen mehr Platz gewinnenund eine daurendere Humanität befördern.
lle Zweifel und Klagen der Menschen über dieVerwirrung und den wenig-merklichen Fortgang desGuten in der Geschichte rühret daher, daß der traurigeWanderer auf eine zu kleine Strecke seines Wegessiehet. Erweiterte er seinen Blick und vergliche nurdie Zeitalter, die wir aus der Geschichte genauer ken-nen, unpartheiisch mit einander; dränge er übcrdcmin die Natur des Menschen und erwagte, was Ver-nunft und Wahrheit scy, so würde er am Fortgangederselben so wenig als an der gewissesten Naturwahr-heit zweifeln. Jahrtausende durch hielt man unsreSonne und alle Fixsterne für stillstehend; ein glück-liches Fernrohr laßt uns jetzt an ihrem Fortrückennicht mehr zweifeln. So wird einst eine genauere Zu-sammcnhaltung der Perioden in der Geschichte unseresGeschlechts uns diese hoffnungsvolle Wahrheit nichtnur obenhin zeigen, sondern cs werden sich auch,Trotz aller scheinbaren Unordnung, die Gesetze be-rechnen lassen, nach welchen Kraft der Natur desMenschen dieser Fortgang geschiehet. Am Rande der