der Geschichte der Menschheit. Riy
Volk müßte auch mancherlei blendende Eigenschaftendabei entbehren.
5. Auch bei Einer und derselben Nation darf undkann nicht jedes Maximum ihrer schönenM ü h e ewig dauren : denn cs ist nur Ein Punkt inder Linie der Zeiten. Unablässig rückt diese weiterund von je mehreren Umstanden die schöne Wirkungabhing: desto mehr ist sie dem Hingange und der
Vergänglichkeit unterworfen. Glücklich, wenn ihreMuster alsdann zur Regel anderer Zeitalter bleiben:denn die nächstfolgenden stehen ihnen gemeiniglich zu>»ih und sanken vielleicht sogar eben deshalb, weilsie solche übertreffen wollten. Eben bei dem regsam-sten Volk gehet cs oft in der fchnellesten Abnahmevom siedenden bis zum Gefrierpunkt hinunter.
Die Geschichte einzelner Wissenschaften und Na-tionen hat diese Maxima zu berechnen und ich wünschte,daß wir nur über die berühmtesten Völker in denbekanntesten Zeiten eine solche Geschichte besäßen ; jetztreden wir nur von der Mcnschengeschichtc überhaupt undvom Bcharrungsstande derselben in jeder Form unterjedem Klima. Dieser ist nichts als Humanitätd. i. Vernunft und Billigkeit in allenElasscn, in allen Geschäften der Men-schen. Und zwar ist er dies nicht durch die Will-kühr eines Beherrschers oder durch die überredendeMacht der Tradition; sondern durch Naturgesetze,auf welchen das Wesen des Menschengeschlechts ruhet.Auch seine vcrdorbensten Einrichtungen rufen uns zu;