der Geschichte der Menschheit. 3r>7
Indiern eine Art abgezogener Reinheit, stiller Ar-beitsamkeit und Duldung: bei den Phönicicrn derGeist der Schifffahrt und des handelnden Fleißes.Die Eultur der Griechen, insonderheit Athens, gingaus ein Maximum des sinnlich - Schonen sowohl inder Kunst als den Sitten, in Wissenschaften und inder politischen Einrichtung. I» Sparta und Rombestrebte man sich nach der Tugend eines Vaterland!-'scheu oder Heldenpatriotismus; i» beiden aus eine sehrverschiedene Weise. Da in diesem allen das Meistevon Ort und Zeit abhangt: so sind in den aus-
zeichncndsten Zügen des Nationalruhms die altenVölker einander beinahe unvergleichbar.
3. Indessen sehen wir bei allen Ein Prin-cipium wirken, nämlich eine Menschenver-nunft, die aus Vielem Eins, aus der UnordnungOrdnung, aus einer Mannigfaltigkeit von Kräftenund Absichten ein Ganzes mit Ebenmaas und dau-rendcr Schönheit hervorzubringcn sich bestrebet. Vonjenen unförmlichen Kuustfelsen, womit der Cineseseine Garten verschönt, bis zur Aeqyptischen Pyra-mide oder zum griechischen Ideal ist allenthalben Planund Absicht eines nachsinnendcn Verstandes, obwohlin sehr verschiednen Graden merkbar. Je feiner nundieser Verstand überlegte, je naher er dem Punktkam, der ein Höchstes seiner Art enthält und keineAbweichung zur Rechten oder zur Linken »erstattet; destomehr wurden seine Werke Muster: denn sie enthaltenewige Regeln für den Menschenverstand aller Zeiten.So lasset sich z. B. über eine Aegyptische Pyramideoder über mehrere griechische und römische Kunstwerke/nichts höheres denken. Sie sind rein - aufgelöste
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