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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 299

diesem verderblichen Handwerk aber ward, gleichsamwider Willen der Menschen, die Kriegskunst erfun-den : denn die Erfinder sahen nicht ein, daß damitder Grund des Krieges selbst untergraben würde.Je mehr der Streit eine durchdachte Kunst ward, jemehr insonderheit mancherlei mechanische Erfindun-gen zu ihm traten; desto mehr ward die Leidenschafteinzelner Personen und ihre wilde Stärke unnütz.Als ein todtes Geschütz wurden sie jetzt alle dem Ge-danken Eines Feldhercn, der Anordnung wenigerBefehlshaber unterworfen und zuletzt blieb es nurden Landesherren erlaubt, dies gefährliche, kostbareSpiel zu spielen, da in alten Zeiten alle kriegerischeVölker beinahe stets in den Waffen waren. Probendavon sabcn wir nicht nur bei mehreren AsiatischenNationen, sonder» auch bei den Griechen und Rö-mer». Viele Jahrhunderte durch waren diese fastunverrückc im Schlachtfelde: der Vvlskische Krieg

bauerte iot> der Samnitische 7 c Jahre: zehn Jahreward die Stadt Veji wie ein zweites Troja belagertund unter den Griechen ist der 28jährige verderblichePeloponnes,sche Krieg bekannt genug. Da nun beiallen Kriegen der Tod im Treffen das geringste Uebelist; hingegen die Verheerungen und Krankheiten, dieein ziehendes Heer begleiten oder die eine eingeschlos-sene Stadt drücken, sammt der räuberischen Unord-nung , die sodann in allen Gewerben und Ständenherrscht, das größere Uebel sind, das ein leidenschaft-licher Krieg in tausend schrecklichen Gestalten mit sichführet; so mögen wirs den Griechen und Römern,vorzüglich aber dem Erfinder des Pulvers und denKünstlern des Geschützes danken, daß sic das wildesteHandwerk zu einer Kunst und neuerlich gar zur hoch-