der Geschichte der Menschheit. 297
Gleichergestalt bedürfen wir des Drucks armer Römer-sklaven oder Spartanischer Heloten nicht mehr, daunsre Verfassung durch freie Geschöpfe das leichterzu erreichen weiß, was jene alte Verfassungen durchmenschliche Thierc gefährlicher und selbst kostbarererreichten; ja es muß eine Zeit kommen, da wirauf unfern unmenschlichen Negcrhandel eben so be-dauernd zurückfehen werden, als auf die alten Rö-mersklavenoder auf die Spartanischen Heloten, wennnicht aus Menschenliebe so aus Berechnung. Kurz,wir haben die Gottheit zu preisen, daß sie uns beiunsrer fehlbaren schwachen Natur Vernunft gab, ei-nen ewigen Lichtstrahl aus ihrer Sonne, dessen We-sen es ist, die Nacht zu vertreiben und die Gestal-ten der Dinge, wie sie sind, zu zeigen.
3 . Der Fortgang der Künste und Er-findungen selbst giebt dem Menschen-geschlecht wa c h se n d e Mi tte l indie Hand,das einzuschranken oder unschädlich zumachen, was die Natur selbst nicht aus-zutilgen vermochte.
Es müssen Stürme auf dem Meer sevn unddie Mutter der Dinge selbst konnte sie dem Menschen-geschlecht zu gut nicht wegraumen; was gab sie aberihrem Menschengeschlecht dagegen? Die Schiffskunst.Eben dieser Stürme wegen erfand der Mensch dietausendfach-künstliche Gestalt seines Schiffes und soentkommt er nicht nur dem Sturme, sondern weißihm auch Vortheile abzugcwinnen und segelt auf seinenFlügeln.
Verschlagen auf dem Meer konnte der Irrendekeine Tyndariden anrufen, die ihm erschienen und