2,6 Ideen zur Philosophie
oder die Fabel uns wirklich giebt *). Rhca Sylviaund das Schicksal ihrer Söhne, der Raub der Sa-binerinnen und die Vergötterung des Quirinus, je-des Abentheuer von robcr Gestalt in Kriegen undSiegen, zuletzt ein Targuin und eine Lukrezia, einJunius Brutus, Poplicola, Mutius Scavola u. f.gehören dazu, um in der Anlage Roms selbst schoneine ganze Reihe künftiger Erfolge zu mahlen. Ueberkeine Geschichte ist daher leichter zu philosophircn ge-wesen, als über die Römische Geschichte, weil derpolitische Geist ihrer Geschichtschreiber uns im Laufder Begebenheiten und Thatcn die Kette der Ursachenund Wirkungen selbst vorsühret.
*) M o n t e s q u i c u in seiner schönen Schrift: surla granäeur et sur la clecaäeuce äes Ilo-mains hat sie beinah schon zu einem politischenRoman erhoben. Vor ihm hatten M a c c h i-avell, Paruta und viel andre scharfsinnigeItaliener sich in politischen Betrachtungen übersie grübet.