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Ideen zur Philosophie
einem rohen Volk ein beinahe erschlafftes, einemkriegerischen ein handelndes, einer festvcreinigten Stadtein uneiniges Staatcnbündniß zuletzt unterliege» mußte.Wenn Rom nicht zerstören sollte: so mnsite cs frühezerstört werden und da solches der gute Porsennanicht that: so ward sein Land endlich des verschontenFeindes Beute.
Daß also die EtruSkcr auch in ihrem Knnststylnie völlige Griechen worden sind, erklärt sich ausder Lage und Zeit, in welcher sie blühten. IhreDichtersabcl war blos die altere, schwere griechischeFabel, in welche sie dennoch bis zur BewunderungLeben und Bewegung brachten: die Gegenstände,
die sie in der Kunst ausdrückten, scheinen auf wenigegottesdienstliche oder bürgerliche Feierlichkeiten einge-schränkt gewesen zu seyn, deren Schlüssel wir imEinzelnen beinahe ganz verlohren haben. Ucberdemkennen wir dies Volk fast nur aus Leichenbegäng-nissen , Sargen und Todtcntöpfen. Die schönste Zeitder griechischen Kunst, die durch den Sieg der Perserbewirkt ward, erlebte die Freiheit der Etrusker nichtund für sich selbst hatte ihnen ihre Lage dergleichenAnlässe zum höheren Aufschwünge des Geistes undRuhms versaget. Also müssen wir sie wie eine früh-gcreifce Frucht betrachten, die in einer Ecke des Gar-tens nicht ganz zur Süßigkeit ihrer Mitschwestern,die sich des milderen Glanzes der Sonnenwarme er-freun, gelangen konnte. Das Schicksal hatte denUfern des Arno eine spatere Zeit Vorbehalten, in dersie reifere und schönere Früchte brachten.