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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 17c

fahrungen waren erschöpft und die griechische Weis-heit ein gaukelndes Geschwätz der Sophisten worden,daß cs also keines großen Schrittes bedurfte, daszu verachten oder beiseit zu legen, was nicht weiterzu übcrlreffen war. Vor dem schimmernden Geistder Sophisten schützte ihn sein Dämon, seine natür-liche Redlichkeit' und der bürgerliche Gang seinesLebens. Dieser steckte zugleich seiner Philosophie daseigentliche Ziel der Menschheit vor, das beinah aufalle, mit denen er umging, so schone Folgen hatte;allerdings Achörre aber zu dieser Wirksamkeit dieZeit, der Ort und der Kreis von Menschen, mitdenen Sokrates lebte. Anderswo wäre der bürger-liche Weise ein aufgeklärter tugendhafter Mann ge-wesen , ohne daß wir vielleicht seinen Namen wüßten :denn keine Erfindung, keine neue Lehre ists, die er,ihm eigen, ins Buch der Zeiten verzeichnet; nurdurch seine Methode und Lebensweise, durch die mo-ralische Bildung, die er sich selbst gegeben hatte undandern zu geben suchte, vorzüglich endlich durch dieArt seines Todes ward er der Welt ein Muster. Esgehörte viel dazu, ein Sokrates zu seyn, vor Allemdie schöne Gabe, entbehren zu können und der feineGeschmack an moralischer Schönheit, den er bei sichzu einer Art von Jnstinct erhöhet zu haben scheinet;indessen hebe man auch diesen bescheidnen edel» Mannnicht über die Sphäre empor, in welche ihn dieVorsehung selbst stellte. Er hat wenige, seiner ganzwürdige, Schüler gezogen, eben weil seine Weisheitgleichsam nur zum Hausgeräts) seines eigenen Lebensgehörte und seine vortreffliche Methode im Mundeseiner nächsten Schüler gar zu leicht in Spöttereienund Sophismen ausarten konnte, sobald es dem