Ideen zur Philosophie
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froh geübt hat. Die andern Staaten der Griechenfolgten meistens nur diesen zwei großen Mustern, sodaß einigen die nicht folgen wollten, die Staatsver-fassungen Athens und Laecdämons von ihren Ueber-windcrn sogar aufgcdrungen wurden. Auch siebetdie Philosophie der Geschichte nicht sowohl darauf,was auf diesen beiden Erdpunkten in dem kleinenZeitraum, da sie wirkten, von schwachen Menschenwirklich gethan scy, als vielmehr was aus den Prin-cipicn ihrer Einrichtung für die gestimmte Mensch-heit folge. Trotz aller Fehler werden die NamenLykurgs und SolonS, MükiadeS und Themistoklcs,Aristides, Eimon, Phocion, Epaminondas, P.lopi-das, Ugesilaus, Agis, Kleomcncs, Dion, Timo-lcon u. f. mit ewigem Ruhme gepriesen; dagegendie eben so große Männer Alcibiades, Eonon, Pau-sanias, Lysandcr als Zerstörer des griechischen Ge-mcingcisteS oder als Verräthcr ihres Vaterlandes mitTadel genannt werde». Selbst die bescheidene Tu-gend Sokrates konnte ohn' ein Athen schwerlich zuder Blüthe erwachsen, die sie durch einige seinerSchüler wirklich erreicht hat: denn Sokrates warnur ein Atyeniens,scher Bürger, alle seine Weisheitnur Atheniensische Äürgerweisheit, die er in häusli-chen Gesprächen fortpflanzte. In Absicht der bür-gerlichen Aufklärung sind wir dem einzigen Athenalso das Meiste und Schönste aller Zeiten schuldig.
Und so dürfen wir auch, da von praktischenTugenden wenig geredet werden kann, noch einigeWorte jenen Anstalten gönnen, die nur eine Athc-niensische Volksregierung möglich machte, den Rednernund dem Theater. Redner vor Gericht, zumal in