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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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162
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Ideen zue Philosophie

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Fragmenten, die wir von ihm haben ; ja, wenn ichdie bloßen Sittensprüche ausnehme, haben fast alleBetrachtungen der griechischen Weisen einen trauri-gen Ton. Sie sahen das wandelbare Schicksal undGlück der Menschen, durch Gesetze der Natur engebeschrankt, durch ihr eigenes Verhalten schnöde ver-wirret und klagten. Sie klagten über die Flüchtig-keit des menschlichen Lebens und seiner blühendenJugend; dagegen schilderten sie das oftmals armeund kranke, immer aber schwache und nichts geach-tete Alter. Sie klagten über der Frechen Glück unddes Gutmüthigen Leiden; verfehlten aber auch nicht,die achten Waffen dagegen, Klugheit und gesundeVernunft, Mäßigung der Leidenschaften und stillenFleiß, Eintracht und freundschaftliche Treue, Stand-haftigkeit und eiferncn Muth, Ehrfurcht gegen dieGötter und Liebe zum Vaterlandc den Bürgern ihrerWelt sanftrührend einzuslößcn. Selbst in den Re-sten des Neuen griechischen Lustspiels tönt noch dieseklagende Stimme der sanften Humanität wieder *).

Trotz also aller bösen zum Thcil auch schreckli-chen Folgen, die für Heloten, Pelasger, Eolonieen,Ausländer und Feinde mancher Griechenstaat gehabthat; so können wir doch das hohe Edle jenes Ge-meinsinnes nicht verkennen, der in Lacedamon , Albenund Theke, ja gewissermaßen in jedem Staate Grie-chenlands zu seinen Zeilen lebte. Es ist völlig wahrund gewiß, daß nicht aus einzelnen Gesetzen eineseinzelnen Mannes erwachsen, er auch nicht in jedemGliede des Staats auf gleiche Weise, zu allen Zei-

) Hievon an einem andern Ort.