Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
125
Einzelbild herunterladen
 

der Geschichte der Menschheit. 126

veu- und Scythenlandes, mit Rußland, Polen,Ungarn vergleichen. In allen Meeren haben dieReisenden gefunden, daß sich auf Inseln, Halbinselnoder Küsten von glücklicher Lage, eine Bestrebsam-keit und freiere Eultur erzeug! hatte, die sich unterdem Druck einförmiger, alter Gesetze des festen Lan-des nicht erzeugen konnte. *) Man lese die Be-schreibungen der Societäts - und Freundschaftsinseln;Trotz ihrer Entfernung von der ganzen bewohntenWelt haben sie sich bis auf Putz und Ueppigkeiteiner Art von Griechenland gebildet. Selbst in man-chen einzelnen Inseln des offnen Meers trafen dieersten Reisenden eine Milde und Gefälligkeit an,die man bei den Nationen des innern Landes verge-bens suchte. Allenthalben sehen wir also das großeGesetz der Menschen - Natur, daß wo sich Thatigkeitund Ruhe, Geselligkeit und Entfernung, freiwilligeBetriebsamkeit und Genuß derselben auf eine schöneWeise gatten, auch ein Kreislauf befördert werde,der dem Geschlecht selbst sowohl als allen ihm na-henden Geschlechter, hold ist. Nichts ist der mensch-lichen Gesundheit schädlicher, als Stockung ihrerSäfte; in den despotischen Staaten von alter Ein-richtung ist diese Stockung unvermeidlich, daher siemeistens auch, falls sie nicht schnell aufgerieben wcr-

*) Man vergleiche die Malayen und die Einwohnerder asiatischen Inseln mit dem festen Lande;selbst Japan halte man gegen Sina, die Bewoh-ner der Kurilen und Fuchsinseln gegen die Mon-golen: Juan - Fernande; , Sokotora, die Oster-,die Byrons-Insel, die Maldiven u. s. f.