der Geschichte der Menschheit. 12S
nur Bewohner, sondern auch gar bald Keime derCultur empfangen konnte; seine Lage alio und derCharakter des Volks, der sich durch frühe Unterneh-mungen und Revolutionen dieser Gegend gemäß bil-dete , brachte gar bald eine innere Circulation derIdeen, und eine äußere Wirksamkeit zuwege, dieden Nationen des großen festen Welttheils von derNatur versagt war. Endlich die Zeit, in welche dieCultur Gricchenlandes traf, die Stufe der Bildung,auf der damals nicht nur die umherwohnenden Völ-ker standen, sondern der gestimmte Menschengcistlebte; alles dies trug dazu bei), die Griechen zu demVolk zu machen, das sie einst waren, jetzt nichtmehr sind und nie mehr seyn werden. Lasset unsdies schöne Problem der Geschichte naher betrachten:die Data desselben, insonderheit durch den FleißDeutscher Gelehrten bearbeitet, liegen beinahe biszur Auflösung vor uns.
Ci» eingeschränktes Volk, das fern von derSceküste, und dem Umgänge andrer Nationen zwi-schen Bergen wohnet, ein Volk, das seine Aufklä-rung nur von Einem Ort her erhielt und je früheres diese annahm, dieselbe durch eherne Gesetze umso fester machte; eine solche Nation mag viele Ei-genheit an Charakter erhalten und sich lange darinbewahren; es fehlt aber viel, daß dieser beschrankteIdiotismus ihr jene nützliche Vielseitigkeit gebe, dienur durch thätige Concurrenz mit andern Nationenerlangt werden konnte. Beyspiele davon sind nebstAegypten alle Asiatischen Lander. Hätte die Kraft,die unsre Erde ^baute, ihren Bergen und Meereneine andre Gestalt und das große Schicksal, das dieGrenzen der Völker setzte, ihnen einen andern Ur-