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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
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i,ö Ideen zur Philosophie

scheu, die Sprache selbst veraltet; wie? und EineMcuschenverfassung, Eine politische oder Religions-Einrichtung , die doch nur auf diese Stücke gcbauctseyn kann; sie sollte, sie wollte ewig dauern ? Sowürden dem Flügel der Zeit Ketten angelegt undder rollende Erdball zu einer tragen Eisscholle überdem Abgrunde. Wie wäre cs uns, wenn wir nochseht den König Salomo seine 22,000 Kebsen und120,000 Schaafe an Einem Fest opfern sahen oderdie Königin ans Saba ihn zu einem Kastmahl inRathsein besuchte? Was würden wir von allerAegyptcr-Weisheit sagen, wenn der Ochs Apis unddie heilige Katze und der heilige Bock uns im präch-tigsten Tempel gezeigt würden? Eben also ists mitden drückenden Gebrauchen der Bramancn, demAberglauben der Parsen, den leeren Anmaßungender Juden, dem ungereimten Stolz der Sinescnund was sich sonst irgendwo auf uralte Menschcn-einrichtungen vor dreitausend Jahr« stützen möge.Zvroasterß Lehre möge ein ruhmwürdiger Versuchgewesen seyn, die Uebel der Welt zu erklären undseine Genossen zu allen Werken des Lichts aufzu-muntern; »was ist diese Theodicee jetzt, auch nur inden Augen eines Mahomcdaners? Die Seelcnwan-dcrung der Bramanen möge als ein jugendlicherTraum der menschlichen Einbildungskraft gelten, derunsterbliche Seelen im Kreise der Sichtbarkeit ver-sorgen will und an diesen gutgemcyntcn Wahn mo-ralische Begriffe knüpfet; was ist sie aber als einvernunftloses heiliges Gesetz mit ihren tausend An-hängen von Gebrauchen und Satzungen worden?Die Tradition ist eine an sich vortreffliche, unsermGeschlecht unentbehrliche Natucordnung; sohald sie