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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit, 97

Städte zählte, bestand ans Untcrthancn, über welchedie Uebcrwinderin Herrenrecht übte, nicht aber auseigentlichen Mitgenosscn des herrschenden Staates. Diewenig cultivirten Afrikaner strebten auch nicht cs zuwerden: denn selbst in den Kriegen gegen Karthago

erscheinen sie als widerspenstige Sclaven oder als be-soldete Kriegskncchte. Ins innere Afrika hat sich da-her wenig menschliche Cnltur von Karthago aus ver-breitet, weil cs diesem Staat, der in einigenFamilien aus seinen Mauern hinausherrschte, garnicht daran lag, Humanität zu verbreiten, sondernSchätze zu sammeln. Der rohe Aberglaube, derbis auf die spätesten Zeiten in Karthago herrschte,die grausamen Todesstrafen, mit denen es seine un-glücklichen Heerführer, auch wenn sie an ihrem Ver.lust unschuldig waren, tyrannisch belegte, ja dasganze Betragen dieses Volks in fremden Ländernzeigt, wie hart und geizig dieser aristokratische Staatwar, der eigentlich nichts als Gewinn und Afrika-nische Knechtschaft suchte.

Aus der Lage und Verfassung Kartbago's läßtsich diese Härte genugsam erklären. Statt Phönici-sche HandclSsitze, die ibnen zu ungewiß dünkten,baueten sie Festungen auf und wollten sich in ihrerkünstlichen, Weltlage die Herrschaft der Küsten soversichern, als ob allenthalben Afrika wäre. Da siedies aber durch unterjochte Barbaren oder durch Mieth-vvlker thun mußten und großentheils dabei mit Völ-kern ins Gedränge kamen, die sich nicht mehr alsBarbaren behandeln ließen; so konnce dieser (donflictnichts als Blutvergießen und wilde Feindschaft wir-ten. Das schöne Sicilien, insonderheit Syracus

Philos. und Gesch. V. Lp. G

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