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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

Phönicier Baukunst beschaffen gewesen, sichet manan Salomons Tempel, der wohl mit keinem Acgpp-tischen in Vergleich zu stellen ist, da zwei armeSäulen an ihm als Wunderdinge gepriesen werden.DaS einzige Denkmahl, das vom Bau der Phöni-tier uns übrig geblieben, sind jene ungeheuren Fels-hohlen PhönicieNs und Kanaans, die eben auch so-wohl ihren Troglodhtengeschmack als ihre Abkunftbezeichnen. Das Volk einer Aegpptischcn StaNrm-ürt freuete sich ohne Zweifel, in dieser Gegend Ber-ge zU finden, in denen es seine Wohnungen undGrabmahler, seine Worrathhauset und Tempel an-legcn konnte. Die Hohlen stehen noch da; aber ihrInneres ist verschwunden. Auch die Archive undBüchersammlungcn sind nicht mehr, die das Phöni-cische Volk in seinen gebildeten Zeiten hatte; jaselbst die Griechen sind untergcgangcn, die ihre Ge-schichte beschrieben.

Vergleichen wir nun diese fleißigen, blühendenHandelsstädte mit den erobernden Staaten am Eu-phrat, Tigris und Kaukasus: so wird wohl NiemandansteheN, wem er für die Geschichte der Menschheitden Vorzug zu geben habe? Der Eroberer erobertfür sich; die handelnde Nation dient sich und an-dern Völkern. Sie macht die Güter, den Fleiß, dieWissenschaften einem Theil des Erdkreises gemeinund muß also wider Willen Humanität befördern.Kein Eroberer stört also so sehr den Gang der Na-tur, als der blühende Handelsstädte zerstöret: dennmeistens ziehet ihr Untergang den Verfall des Fleis-ses »rd Gewerbes ganzen Ländern und Erdstrichenzu, wenn n.'cht bald ein nachbarlicher Ort in ihre