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Ideen zur Philosophie
IV.
Phönicion und Karthago.
V^)anz auf eine andre Weise haben sich die Pho-nicicr um die Welt verdient gemacht. Eines deredelsten Werkzeuge der Menschen, das Glas, erfan-den sie und die Geschichte erzählt die zufällige Ursa-che dieser Erfindung am Flusse Velus. Da sic amUfer des Meers wohnten, trieben sie die Schifffahrtseit undenklichen Zeiten; denn Semiramis schon ließihre Flotte durch Phönicier bauen. Von kleinenFahrzeugen fliegen sic allmählich zu langen Schiffenhinauf, sic lernten nach Sternen, insonderheit nachdem Gestirn des Bars segeln und mußten, angegrif-fen, zuletzt auch den Seekrieg lernen. Weit umherhaben sie das mittelländische Meer bis über Gibral-tar hinaus, ja nach Britannien hin beschisset undvom rothen Meer hin vielleicht mehr als EinmalAfrika umsegelt. Und das thaten sie nicht als Ero-berer, sondern als Handelsleute und Eolonienstiftcr.Sie banden die Länder, die das Meer getrennt hat-te, durch Verkehr, Sprache und Kunstwaaren aneinander und erfanden sinnreich, was zu diesem Ver-kehr diente. Sie lernten rechnen, Metalle prägenUnd diese Metalle zu mancherlei Gefäßen und Spiel-zeug formen. Sie erfanden den Purpur, arbeitetenfeine Sidonischc Leinwand, holten aus Britanniendas Zinn und Blei, aus Spanien Silber, aus