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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Hdeen zur Philosophie

Nun wurden sie in olle Lander der Römischen Weltzerstreuet und eben zur Zeit dieser Zerstreuung singsich eine Wirkung der Juden aufs menschliche Ge-schlecht an, die man von ihrem engen Lande hinaussich schwerlich hatte denken mögen: denn weder alsein Skaatsweiscs, noch als ein Kriegsgelehrtes, amwenigsten aber als ein Wissenschaft- und Kunster-sindendcs Volk hatten sie sich im ganzen Lauf ihrerGeschichte ausgezeichnet.

Kurz nämlich vor dem Untergänge des Jüdi-schen Staats war in seiner Mitte das Ehristcnthumentstanden, das sich Anfangs nicht nur nicht vomJudcnthum trennte und also seine heilige» Büchermit annahm, sondern auch vorzüglich auf diese diegöttliche Sendung seines Messias baute. DurchsEhristcnthum kamen also die Bücher der Juden indie Hände aller Nationen, die sich zu seincr Lehrebekannten; mithin haben sie auch, nachdem man sieverstand und gebrauchte, gut oder übel auf allechristliche Zeitalter gewirket. Gut war ihre Wir-kung, da Moses Gesetz in ihnen die Lehre vom Ei-nigen Gott, dem Schöpfer der Welt zum Grundealler Philosophie und Religion machte und von die-sem Gott in so viel Liedern und Lehren dieserSchriften mit einer Würde und Erhabenheit, miteiner Ergebung und Dankbarkeit sprach, an welcheweniges sonst in menschlichen Schriften reichet. Manvergleiche diese Bücher nicht etwa mit dem Schillingder Sinescn oder mit dem Sadder und Zcnd - Ave-sta der Perser, sondern selbst mit dem so viel jün-gern Koran der Mahomcdaner, der doch selbst dieLehren der Juden und Christen genutzt hat: so nstder Vorzug der hebräischen Schriften vor allen alten