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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
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seine schwachen Könige erst zinsbar, sodann nach ih-rem Abfall den letzten zum Sklaven: daß Landward verwüstet, die Hauptstadt geschleift und Judain eine so schimpfliche Knechtschaft nach Babel ge-führt, wie Israel nach Medien geführt war. AlsStaat betrachtet, kann also kaum ein Volk eineelendere Gestalt darstellen, als dies, die Regierungzweier Könige ausgenommen, in seiner Geschichtedarstellt.

Was war davon die Ursache? Mich dünkt,die Folge dieser Erzählung selbst mache sie klar:denn ein Land bei so schlechter Verfassung von in-nen und außen konnte an diesem Ort der Welt un-möglich gedeihen. Wenn David gleich die Wüstebis zum Euphrat hin durchstreifte und damit nureine größere Macht gegen seine Nachfolger reizte,konnte er damit feinem Lande die Festigkeit geben,die ihm fehlte, da überdem sein Sitz beinah amsüdlichen Ende des Reichs lag? Sein Sohn brach-te fremde Gemahlinnen, Handel und Ueppigkeit insLand; in ein Land, das wie die verbündete Schweiznur Hirten und Ackerleute nähren konnte und solchewirklich in der größesten Anzahl zu nähren hatte.Außerdem, da er seinen Handel größtentheils nichtdurch seine Nation, sondern durch die unterjochte«Edomiter führte: so war seinem Königreich der Lu-xus schädlich. Ueberhaupt hat sich seit Moses keinzweiter Gesetzgeber in diesem Volk gefunden, der denvom Anfänge an zerrütteten Staat auf eine denZeiten gemäße Grundverfassung hätte zurückführenmögen. Der gelehrte Stand verfiel bald, die Eife-rer fürs Landesgefetz hatten Stimme, aber keinen