der Geschichte der Menschheit. Li
vorgczeichnetcn Grenzen allein gewahren konnten.Was mußte aus dieser unvollkommenen Anlage an-ders, als jene Reihe unsicherer Zeiten folgen, diedas eingedrungene Volk fast nie zur .Ruhe kommenließen. Die Heerführer, die die Roth erwcckre, wa-ren meistens nur streifende Sieger und da da« Volkendlich Könige bekam: so hatten diese doch mit ih-rem eignen, in Stamme zcrlheiltcn Lande so viel zuschaffen, daß der dritte zugleich der letzte König desganzen, in seinen Theilen nicht-zusammenhängendenReichs war. Fünf Sechstheile des Landes fielenvon seinem Nachfolger ab und was konnte jetzt auszwei fo schwachen Königreichen werden, die in derNachbarschaft mächtiger Feinde sich selbst unaufhör-lich bekriegten? Das Königreich Israel hatte ei-gentlich keine gesetzmäßige Lonstitutien; es ging da-her fremden Landesgöttcrn nach, um nur mit seinerNebenbuhlerin, die den alten rechtmäßigen Landcs-gott verehrte, nicht zukamnienzufließen. Natürlichalso, daß nach der Sprache dieses Volkes in Israelkein gottesfürchtigcr König war: denn sonst wäresein Volk nach Jerusalem gewandert und die abge-rissene Regentschaft halte aufgchöret. Also taumelteman in der unseligsten Nachahmung fremder Sittenund Gebrauche fort, bis der König von Assyrienkam und das kleine Reich wie ein gefundenes Vo-gelnest raubte. Das andre Königreich, das wenig-stens auf der alten Verfassung zweier mächtiger Kö-nige und einer befestigten Hauptstadt ruhte, hieltsich einige Zeit langer, aber auch nur so lange, bis«in stärkerer Ueberwinder cs zu sich reißen wollte.Der Landverwüster Ncbukad - Nezar. kam und machtePhilos, und Gesch. V. LH. F Alleen. III.