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Ideen zur Philosophie
leicht ergeben, mehr als irgend eine Asiatische Na-tion auf andre Volker gcwirkct; ja gcwissermaßesind sie, sowohl durch das Christentbum als denNeabomcdanismus, eine Unterlage des größesten Theilsder Weltaufklärung worden.
Ci» ausnehmender Unterschied ists schon, daßdie Hebräer geschriebene Annalen ihrer Begebenhei-ten aus Zeiten haben, in denen die meisten jetzt auf-geklärten Nationen noch nicht schreiben konnten, sodaß sie diese Nachrichten bis zum Ursprünge derWelt hinaufzufübren wagen. Noch vortheilbafter un-terscheiden sich diese dadurch, daß sic nicht aus Hie-roglxphcn geschöpft oder mit solchen verdunkelt, son-dern nur aus Gcschlechtregistern entstanden und mithistorischen Sagen oder Liedern verwebt sind; durchwelche einfache Gestalt ihr bistorischer Werth offen-bar zunimmt. Endlich bekommen diese Erzählun-gen ein merkwürdiges Gewicht noch und dadurch,daß sie als ein göttlicher Stammesvorzug dieser Na-tion beinah mit abergläubischer GewissenhaftigkeitJahrtausende lang erhalten und durch das Chrisien-thum Nationen in die Hände geliefert sind, die siemit einem freiern als Judcngcist untersucht und be-stritten , erläutert und genutzt haben. Sonderbar istsfreilich, daß die Nachrichten andrer Nationen vondiesem Volk, insonderheit Manethons des Acgpptcrs,so weit von der eignen Geschichte der Hebräer ab-gchn; indessen, wenn man die letzte unpartheiischbetrachtet und den Geist ihrer Erzäblung sich zu er-klären weiß: so verdient sie gewiß mehrere» Glau-
ben als die Verlänmdungcn fremder, verachtenderJudenfeinde, Ich schäme mich also nicht, die Ge-