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Ideen zur Philosophie
Reich um, dessen Sultane im Harem trage schlum-merten : sic entzogen sich auch bald dem neuen Assy-rischen Reiche. Eben so schnell aber gcriekhen siedurch ihren klugen Dcjvces unter eine strenge, monar-chische Herrschaft, die zuletzt an Pracht und Ueppig-keit den Persern selbst vorging. Endlich wurden sieunter dem großen Eyrus mit jener ganzen Fluth vonVölkern vereinigt, die Persiens Monarchen zu Herrender Welt erhöhte.
Wenn bei Einem Fürsten die Geschichte Dich-tung zu werden scheint, ist es beim Stifter des Per-sischen Reiches Eyrus; man möge dies Göttcrkind,den Erobrer und Gesetzgeber der Völker, von denHebräern oder Persern, von Herodot oder von che-nophon beschrieben lesen. Ohne Zweifel hat derletztgenannte, schöne Geschichtschreiber, der von seinemLehrer bereits die Idee einer Eyropadie bekam, beiseinen Feldzügen in Asien wahre Nachrichten vonihm gesammlet, die aber, weil Eyrus lange todtwar, nach Asiatischer Weise von ihm nicht andersals in jenem hohen Ton des Lobes sprechen konn-ten, den man in allen Beschreibungen dieser Völkervon ihren Königen und Helden gewohnt ist. Peno-phon ward also dasselbe gegen Eyrus, was Homergegen Achill und Ulysses ward, . bei welchen demDichter auch wahre Nachrichten zum Grunde lagen.Für uns ists indessen einerlei, ob Einer oder derandre das Wahrere sage; genug, Eyrus überwandAsien und stiftete ein Reich , das vom mittelländischenMeer an bis zum Indus reichte. Hat Tenophonvon den Sitten der alten Perser, unter denen Eyruserzogen ward, wahr geredet: so mag der Deutschesich freuen, daß er mit diesem Volk wahrscheinlich