der Geschichte der Menschheit. 9
ein Mittelweg zwischen dem übertriebnen Lobe undTadel, wahrscheinlich die richtige Straße der Wahr-heit aufsinden ließe. Die Frage über das chronolo-gische Alterthum ihres Reichs können wir dabe>>völlig an ihren Ort gestellet seyn lassen: denn sowie der Ursprung aller Reiche des Erdbodens mitDunkel umhüllet ist, so mag es dem Forscher d»rMenschengeschichte gleichgültig seyn, ob dies son-derbare Volk zu seiner Bildung ein paar Jahrtau-sende mehr oder minder bedurft habe; genug wennes diese Bildung sich selbst gab und wir sogar inseinem langsamen Gange die Hindernisse wabrnch-mcn, warum es nicht weiter kommen konnte.
Und diese Hindernisse liegen in stimm Eharak-ter, im Drt seiner Wohnung und in seiner Geschichteuns klar vor 'Augen. Mongolischer Abkunft ist disNation, wie ihre Bildung, ihr grober oder ver-schobener Geschmack, ja selbst ihre sinnreiche Künst-lichkeit und der erste Wobnsitz ihrer Eultur zeiget.Im nördlichen Sina herrschten ibre ersten Könige:hier wurde der Grund zu dem balbtatarischen Des-potismus gelegt, der sich nachher, mit glanzendenSittenlprüchen überzogen, durch mancherlei) Revo-lutionen bis ans Südmeer hinab verbreitet. EineTatarische Lehnverfasftmg war Jahrhunderte hin das
sind u. st Materialien genug, sich eine richtigeIdee von diesem Volk zu schaffen. Unter denvielen Nachrichten der Missionare ist insonderheitder P. le Comte, wegen seines gesunden Ur-theils, schätzbar. I-lorivennx lvlemoires snrl'etat prezont cle Intlbiue. z Vol. 8. Uar, lögt-.