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Ideen zur Philosophie
der Welt den festesten Bau gefunden? Seit Jahr-tausenden ^ebauptet Sina noch seine alte Verfassungund ohngeachket das unkriegerische Volk von Tatari-sche» Horden mehrmals überschwemmt worden: sohaben die Besiegten dennoch immer die Sieger be-zähmt und sie in die Fesseln ihrer alten Verfassunggeschmiedet; welche Regierungsform Europens konntesich dessen rühmen? Auf den Tibetanischen Bergenherrscht die älteste Hierokratie der Erde und die Ca-sten der Hindus verrathen durch die eingewurzelteMacht, die dem sanftesten Volk seit Jahrtausendenzur Natur geworden ist, ihre uralte Einrichtung.Am Euphrat und Tigris, so wie am Nilstrom undan den Medischcn Bergen greife» schon in den älte-sten Zeiten gebildete kriegerische oder friedliche Monar-chieen in die Geschichte der westlichen Völker: sogaraus den Tatarischen Höhen hat sich die ungebundneFreiheit der Horden mit einem Despotismus derKhane nisiimmengewebt, der manchen europäischenRegierungssormen die Grundanlage gegeben. Vonallen Seiten der Welt, je mehr man sich Asien na-het, desto mehr nahet man ftstgegründetcn Reichen,deren unumschränkte Gewalt seit Jahrtausenden sichin die Denkart der Völker so eingcpragt, daß derKönig von Siam über eine Nation, die keinen Kö-nig hatte, als über eine Haupklose Mißgeburt lach-te. In Afrika sind die festesten Despotien Asien nahe;je weiter hinab, desto mehr ist die Tyrannei noch imrohen Zustande, bis sie sich endlich unter den Kaffernin den patriarchalischen Hictcnzustand verlieret. Aufdem südlichen Meer, je naher Asien, desto mehr sindKünste, Handwerke, Pracht und der Gemahl derPracht, der königliche Despotismus in alter Uebung;