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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 199

1. Keine Sprache drückt Sachen aus,sondern nur Namen: auch keine mensch-liche Vernunft also erkennt Sachen,sondern sie hat nur Merkmale von ih-nen, die sie mit Worten bezeichnet; einedemülhigende Bemerkung, die der ganzen Geschichteunsres Verstandes enge Grenzen und eine sehr un-wesenhafce Gestalt giebt. Alle unsre Metaphysik istMetaphysik, d. i. ein abgezognes, geordnetes Na-menregister hinter Beobachtungen der Erfahrung.

Als Ordnung und Register kann diese Wissenschaftsehr brauchbar seyn und muß gewissermaße inallen andern unfern künstlichen Verstand leiten;für sich aber und als Natur der Sache betrachtet,giebt sic keinen einzigen vollständigen und wesentlichenBegriff, keine einzige innige Wahrheit. All' unsreWissenschaft rechnet mit abgezognen einzelnen äußernMerkmalen, die das Innere der Erlisten; keineseinzigen Dinges berühren, weil zu dessen Empfin-dung und Ausdruck wir durchaus kein Organ haben.Keine Kraft in ihrem Wesen kennen wir, könnensie auch nie kennen lernen: denn selbst die, die unsbelebt, die in uns denket, genießen und fühlen wirzwar, aber wir kennen sie nicht. Keinen Zusam-menhang zwischen Ursache und Wirkung verstehenwir also, da wir weder das, was wirkt, noch wasgewirkt wird, im Innern einsehn und vom Seyneines Dinges durchaus keinen Begriff haben. Unsre ^arme Vernunft ist also nur eine bezeichnende Rech-nen» , wie auch in mehreren Sprachen ihr Namesaget.

2. Und womit rechnet sie? Etwa mit .dcnMerkmalen selbst, die sie abzog, so unvollkommen