der Geschichte der Menschheit. ab»
schichte unsres Geschlechts eben so viel gesagt, alswenn ich von der Thiecheit, der Steinhcit, der Me»tallkcit im allgemeinen spräche und sie mit den herr-lichsten, aber in einzelnen Individuen einander wider-sprechenden Attributen aus,zierte. Auf diesem Wegeder Averroischen Philosophie, nach der das ganzeMenschengeschlecht nur Eine und zwar eine sehr nie-drige Seele besitzet, die sich dem einzelnen Menschennur Thcilwcise mittheilet/ auf ihm soll unsre Philoso-phie der Geschichte nicht wandern. Schrankte ich abergegcnseits beim Menschen, alles auf Individuen einund lauqnete die Kette ihres Zusammenhanges sowohlunter einander als mit dem Ganzen: so wäre mirabermals die Natur des Menschen und seine Helle Ge-schichte entgegen: denn kein einzelner von uns ist durchsich selbst Mensch worden. Das ganze Gebilde derHumanität in ihm hangt durch eine geistige Genesis,die Erziehung, mit seinen Eltern, Lehrern, Freunden,mit allen Umstanden im Lauf seines Lebens, also mitseinem Volk und den Vätern desselben, ja endlich mitder ganzen Kette des Geschlechts zusammen, das ir-gend in einem Glieds Eine seiner Seelenkraste be-rührte. So werden Volker zuletzt Familien: Fami-lien gehen zu Stammvätern hinauf: der Strom derGeschichte enget sich bis zu seinem Quell und der gan-ze Wohnplatz unsrer Erde verwandelt sich endlich inein Erziehungshaus unsrer Familie zwar mit vielenAbtheilungen, Elassen und Kammern, aber doch nachEinem Typus der Lectionen, der sich mit mancherleiZusätzen und Verandrungcn durch alle Geschlechter vomUrvater heraberbte. Trauen wirs nun dem einge-schränkten Verstände eines Lehrers zu, daß er die Ab-theilungen seiner Schüler nicht ohne Grund machte