i8o Zheen zur Philosophie
wo es der Wilde anfängt, nämlich, daß er Ge-sundheit und Seelcnkräfte, das Glück seines HauseSund Herzens, nicht vom Staat sondern von sichselbst erringe und erhalte. Vater und Mutter,Mann und Weib, Kind und Bruder, Freund undMensch — das sind Verhältnisse der Natur, durchdie wir glücklich werden; was der Staat uns gebenkann, sind Kunstwerkzcuge, leider aber kann er unsetwas weit Wesentlicheres, Uns selbst, rauben.
. Gütig also dachte die Vorsehung, da sie denKunstendzwccken großer Gesellschaften die leichtereGlückseligkeit einzelner Menschen vorzog und jenekostbaren Staatsmaschinen, so viel sie konnte, denZeiten ersparte. Wunderbar »heilte sie die Volker,nicht nur durch Wälder und Berge, durch Meereund Wüsten, durch Strome und Klimate, sonderninsonderheit auch durch Sprachen, Neigungen undCharaktere; nur damit sie dem unterjochenden Des-potismus sein Werk erschwerte und nicht alle Welt-theile in den Bauch eines hölzernen Pferdes juckte.Keinem Nimrod gelang es bisher, für sich undsein Geschlecht die Bewohner des Weltalls in EinGchäge zusammen zu jagen und wenn es seit Jahr-hunderten der Zweck des verbündeten Europa wäre,die Glück-aufzwingende Tyrannin aller Erdnakioncnzu seyn, so ist die Glückesgöttin noch wert vonihrem Ziele. Schwach und kindisch wäre die schaf-fende Mutter gewesen, die die achte und einzige Be-stimmung ihrer Kinder, glücklich zu seyn, auf dieKunstradcr einiger Spätlinge gebauct und von ihrenHänden den Zweck der Erdeschöpsung erwartet hatte.Ihr Menschen aller Welttheile, die ihr seit Aconcnbabingingt, ihr battet also nicht gelebt und etwa