der Geschichte der Menschheit. 177
ienkrafte, zu einer fortgehcnden Ausbreitung seinerEmpfindungen und Wirkungen, ja gar daß er fürden Staat, als das Ziel seines Geschlechts und alleGenerationen desselben eigentlich nur für die letzteGeneration gemacht scyn., die auf dem zerfallenenGerüst der Glückseligkeit aller vorhergehenden throne?Der 'Anblick unsrer Mitbrüder auf der Erde, jaselbst die Erfahrung jedes einzelnen Menschenlebenswiderlegt diese der schaffenden Versetzung unterge-schobenen Plane. Zu einer ins Unermeßliche wach-senden Fülle der Gedanke» und der Empfindungenist weder unser Haupt, noch unser Herz gebildet;weder unsre Hand gemacht, noch unser Leben be-rechnet. Blühen nicht unsre schönsten Seclenkrafteab, wie sie ausblühten? ja wechseln nicht mitJahren und Zuständen sie selbst unter einander undlösen im freundschaftlichen Zwist oder vielmehr ineinem kreisenden Reigentanz einander ab? Und werhatte es nicht erfahren, daß eine Grenzenlose Aus-breitung seiner Empfindungen diese nur schwache undvernichte? indem sic das, was Seil der Liebe seynsoll, als eine vertheilte Flocke den Lüften giebt odermit seiner verbrannten Asche das Auge des Andernbenebelt. Da wir unmöglich andre mehr oder an-ders, als uns selbst lieben können: denn wir liebensie nur als Theil« unser selbst oder vielmehr unsselbst in ihnen; so ist allerdings die Seele glück-lich, die wie «in höherer Geist mit ihrer Wirksam-keit viel umfasset und es in rastloser Wohlthatigkeitzu ihr Selbst zahlet; elend ist aber die andre,deren Gefühl in Worte verschwcmmet, weder sichnoch andern tauget. Der Wilde, der sich, der seinWeib und Kind mit ruhiger Freude liebt und fürPhilos. und G-sch. IV. LH. M I-Ue». II.