der Geschichte der Menschheit. 17h
selbst, so wenig ein Thier sich selbst mordet: erpflanzt sein Geschlecht fort, ohne zu wissen, wozucrs fortpflanze und unterzieht sich auch unter demDruck des härtesten Klima aller Mühe und Arbeit,nur damit er lebe. Dies einfache, tiefe, unersetzli-che Gefühl des Dascyns also ist Glückseligkeit, einkleiner Tropft'aus jenem unendlichen Meer des All-seligen, der in Allem ist und sich in Allem freuetund fühlet. Daher jene unzerstörbare Heiterkeit undFreude, die mancher Europäer auf den Gesichternund im Leben fremder Völker bewunderte, weil ersie bei seiner unruhigen Rastlosigkeit in sich nichtfüblte: daher auch jenes offene'Wohlwollen, jene
zuvorkommende, zwanglose Gefälligkeit aller glückli-chen Volker der Erde, die nicht zur Rache oderBercheidigung gezwungen wurden. Nach den Be-richten der Unparrheiischen ist diese so allgemein nus-gebrcitet auf der Erde, daß ich sic den Charakterder Menschbeit nennen möchte, wenn es nicht leidereben sowohl Cbarakter dieser zweideutigen Naturwäre, daS offne Wolelwollen, die dienstfertige Hei-terkeit und Freude in sich und andern einzuschranke»,um sich aus Wahn oder aus Vernunft gegen diekünftige Noch zu waffneN. Ein in sich glücklichesGeschöpf, warum sollte es nicht auch andre glück-liche neben sich sehen und wo es kann zu ibrer Glück-seligkeit beitragen? Nur weil wir selbst, mit Man-gel umringt, so vielbedürftig sind und es durchunsre Kunst und List noch mebr werden: so verengetsich unser Daftyn und die Wolke des Argwohns,des Kummers, der Müde und Sorgen umnebelt einGesicht, das für die offne, Tbeilmhmende Freudegemacht war. Jndeß auch hier hatte die sstatur das