Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen
 

der Geschichte der Menschheit. 169

Eines zu überlassen und es sich zur höchsten Wohl-fahrt und Freude zu rechnen, daß der Despot einenkünftigen Despoten zeuge? Da, sage ich, allediese Dinge dem ersten Anblick nach die verworren-sten Rathsel der Menschheit scheinen und glücklicheroder unglücklicher Weise der großeste Theil der Erdediese Regierungsformen nicht kennet: so können wirsic auch nicht unter die ersten, nothwendigen, allge-meinen Naturgesetze der Menschheit rechnen. Mannund Weib, Vater und Sohn, Freund und Feindsind bestimmte Verhältnisse und Namen; aberFührer und König, ein erblicher Gesetzgeber undRichter, ein willkührlicher Gebieter und Staatsver-weser für sich und alle seine noch Ungebohrncndiese Begriffe wollen eine andre Entwicklung, alswir ihnen hier zu geben vermögen. Gnug, daß wirdie Erde bisher als ein Treibhaus natürlicher Sinneund Gaben, Geschicklichkeiten und Künste, Seelen-krafte und Tugenden in ziemlich großer Verschieden-heit derselben bemerkt haben; wiefern sich nun derMensch dadurch Glückseligkeit zu bauen berechtigtoder fähig sei, ja wo irgend der Maasstab zu ihrliege? dies lasset uns jetzo erwägen.