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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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140 Ideen zur Philosophie

benswcisen zuerst nur selbst bestimmt wären; sie an-dern sich aber beynah mit jedem Erdstrich und ver-schlingen sich meistens so sebr in einander, daß dieAnwendung der reinen Elassisikation überaus schwer. wird. Der Grönländer, der den Walisisch trifft,das Rennthier jagt, den Seehund tödtct, ist Fischerund Jager: aber auf ganz andre Weise, als derNeger Fische fangt, oder der Araukcr auf den-steneyen der Andes jaget. Der Beduin und dckMongole, der Lappe und Peruaner sind Hirten; wieverschieden aber von einander, wenn jener Kamcele,dieser Pferde, der drille Rennlhicre, der vierte Al-paka's und Llacma's weidet. Der Ackermann inWhidah und der Japanese sind einander so unähn-lich , als im Handel der Engländer und Sinese.

Eben so wenig scheint auch das Bedürfnis, al-lein , selbst wenn Kräfte genug in der Natur dasind, die auf ihre Entwicklung warten, Eultur Her-vorbringen zu können: denn sobald sich die Träg-heit des Menschen mit seinem Mangel abgefundenund beyde das Kind hervorgebracht haben, das erBehaglichkeit nennt, verharret der Mensch in seinemZustande und läßt sich kaum mit Mühe zur Verbes-serung treiben. Es kommt also noch auf andre ein-wirkende Ursachen an, die die Lebensart eines Volksso oder anders bestimmten; hier indessen nehmenwir sie als bestimmt an und untersuchen, was sichin verschiednen derselben, für thätige Seclcnkräfteäußern.

Menschen, die sich von Wurzeln, Kräuternund Früchten nähren, werden, wenn nicht bcsondreTriebfedern der Eultur dazu kommen, lange müßig