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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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i34 Ideen zur Philosophie

den Ländern der Asiatischen Eultur ist dieser zwarvon pcssitiven künstlichem Religionen und SkaatS-cinrichtungcn verdrängt worden: er laßt sich aberblicken, wo er sich blicken lassen darf, in der Ein-samkeit und ber-m Pobel; bis er auf einigen In-seln des Südmeers wieder in großer Macht herr-schet. Der Dienst der Natur hat also die Erdeumzogen, und die Phantasieen desselben halten sichan jedem klimatischen Gegenstand der Ucbermachtund des Schreckens, an den die menschliche Noth-durft grenzet. In alter» Zeiten war er der Got-tesdienst beynah aller Volker der Erde.

4 . Daß die Lebensart und der Ge-nius jedes Volks hiebcy mächtig ein-

wirke, bedarf fast keiner Erwähnung. Der Schä-fer sichet die Natur mit andern Augen an als derFischer und Jager: und in jedem Erdstrich sind auchdiese Gewerbe wiederum, wie die Eharaktere derNationen, verschieden. Mich wunderte z. B. inder Mythologie der so nördlichen Kamtschadalen einefreche Lüsternheit zu bemerken, die man eher beyeiner südlichen Nation suchen sollte; ihr Klima in-dessen und ihr genetischer Eharaktcr geben auch über

diese Anomalie Aufschluß *). Ihr kaltes Land hat

seuerspeyende Berge und heiße Quellen: starrendeKalte und kochende Glut sind im Streit daselbst;ihre lüsternen Sitten, wie ihre groben mythologischenPossen sind ein natürliches Produkt von beyden.Ein Gleiches ists mit jenen Mährchen der schwatz-

*) S. Steller, Krascheninikow u. s.