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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
Seite
86
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L6 Ideen zur Philosophie

Endlich die Höhe oder Tiefe eines Erdstrichs,die Beschaffenheit desselben und seiner Produkte, dieSpeisen und Getränke, die der Mensch genießt, dieLebensweise, der er folgt, die Arbeit, die er ver-richtet. Kleidung, gewohnte Stellungen sogar, Ver-gnügen und Künste, nebst einem Heere andrer Um-stande, die in ihrer lebendigen Verbindung vielwirken; alle sie gehören zum Gnnablde dcS viel ver-ändernden Klima. Welche Menschenhand vermagnun dieses Chaos von Ursachen und Folgen zu einerWelt zu ordnen, in der jedem einzelnen Dinge je-der einzelnen Gegend sein Recht geschehe, und kcinszu viel oder zu wenig erhalte? Das Einzige undVeste ist, daß man nach Hippokrates Weise *)mit seiner scharf sehenden Einfalt einzelne Gegendenklimatisch bemerke, und sodann langsam, langsamallgemeine Schlüffe folgere. Naturbeschceiber undAerzte sind hier xiH'sieiaws, Schüler der Naturund des Philosophen Lehrer; denen wir schon man-chen Beylrag einzelner Gegenden zur allgemeinenLehre der Klimate und ihrer Einwirkung auf denMenschen auch für die Nachwelt zu danken haben. Da hier aber von keinen speciellen Bemerkungendie Rede seyn kann: so wollen wir nur in einigenallgemeinen Anmerkungen unfern Gang verfolgen.

i. Da unsre Erde eine Kugel unddas feste Land ein Gebirge über dem

S. Hipxocrar. äs aere, locir ot aguis, vor-züglich den zweyten Lheil der Abhandlung. Fürmich der Hauprschriststcller über das Klima.