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Ideen zur Philosophie
Geraubten! Sparmann erzählt *) arrs demMunde eines Besitzers solcher Sclaven, daß sie desNachts in eine Art von Raserey verfallen, die sieantreibt, an irgend jemand oder gar an sich selbsteinen Mord zu begehen: „denn das schwermüthigeAndenken an den schmerzhaften Verlust ihres Vater-landes und ihrer Freyheit erwacht am meisten desNachts, wenn das Geräusch des Tages es nicht zuzerstreuen vermag." — Und was für Recht hattetihr Unmenschen, euch dem Lande dieser Unglücklichennur zu nahen , geschweige es ihnen und sie dem Lan-de durch Diebstahl, List und Grausamkeit zu ent-reißen? Seit Jahrtausenden ist dieser Welttheilder ihre, so wie sie ihm zugehören: ihre Vater hat-ten ihn um den höchsten und schwersten Preis er-kauft, um ihre Negergestalt und Negersarbc. Bil-dend hatte die Afrikanische Sonne sie zu Kindernangenommen, und ihr Siegel auf sie geprägt: wo-hin ihr sie führt, zeihet euch dieses als Menschen-diebe , als Räuber.
Zweytcns. Grausam also sind die Kriege derWilden um ihr Land und um die ihnen entrissenenoder beschimpften und gequälten Söhne desselben,ihre Mitbrüder. Daher z. B. der verhaltene Haßder Amerikaner gegen die Europäer, auch wenn dieseleidlich mit ihnen umgehen: sie fühlens unvertilg-bar: „ihr gehört nicht hichcr! das Land ist unser."
*) Sparmanns Reisen S. ? 3 . Der menschenfreund-liche Reisende hat viele traurige Nachrichten vonder Behandlung und dem Fange der Sclaven ein-gestreuet. S> S. 19L. 6ra, u. f.