Idccn zur Philosophie
sogenannten fünf Nationen Colden, Rogers,Timberlake, mit denen nach Norden hinauf dieFranzösischen Missionare bekannt gemacht und bcyallen Verschiedenheiten derselben, wem ist nicht einEindruck geblieben von einer herrschenden Bildung,wie von Einem Haupt-Charakter? Dieser besiehtnämlich in der gesunden und gehaltenen Starke, indem barbarisch-stolzen Freyheits - und Kriegsmuih,der ihre Lebensart und ihr Hauswesen, ihre Erzie-hung und Regierung, ihre Geschäfte und Gebrauchezu Kriegs- und Friedenszciten bildet. In Lasternund Tugenden ein einziger Charakter auf unsrerrunden Erde!
Und wie kamen sie zu diesem Charakter? Michdünkt, auch hier erklärt ihr allmählicher Uebergangaus Nord-Asien und die Beschaffenheit dieser neuenWeltgcgend sehr vieles. Als rohe und harte Natio-nen kamen sie herüber: zwischen Stürmen und Ge-birgen waren sie gebildet: als sie nun die Küsteüberstanden hatten, und das große, freyc, schönereLand vor sich fanden, mußte sich nicht auch ihrCharakter mit der Zeit zu diesem Lande bilden?Zwischen großen Seen und Strömen, in diesenWäldern, auf diesen Wiesen formten sich andre Na-tionen , als dort auf jenem rauhen und kalten Ab-hange zum Meere. Wie Seen, Gebirge und Strö-me sich thcilten, thcilten sich die Völkerschaften:Stamme mit Stämmen gcricthcn in heftige Kriege,daher auch bey den sonst gleichmüthigsten Nationenjener Kricgshaß der Völker unter einander ein herr-schender Zug wurde. Zu kriegerischen Stammen bil-deten sie sich also, und verleibten sich allen Gegen-ständen des Landes ein, das ihnen ihr großer Ge ist