obgleich nach der Verschiedcnbcit der Gegend in dersie ileben, mehr oder minder schwarz von Farbe,mit krausem, wolligen Haar; hie und da kommenauch die aufgeworfnen Lippen, die flache Nase, dieweißen Zahne zum Vorschein, und, was merkwür-dig ist, findet sich auch mit dieser Bildung dasTemperament der Neger wieder. Eden die rohe,gesunde Starke, der gedankenlose Sinn, die ge-schwätzige Wollust, die wir bey den Schwarzen desfesten Landes wahrnahmen, zeigt sich auch dey denNegrillo's auf den Inseln; nur allenthalben gemäßihrem Klima und ihrer Lebensweise. Viele dieserVolker stehen noch auf der untersten Stufe der Aus-bildung, weil sie von spaNrn Ankömmlingen, diejetzt die Ufer und Ebnen bewohnen, auf die Gebirgegedrängt sind; daher man auch wenig treue undsichre Nachrichten von denselben besitzt * *).
Woher nun diese Aehnlichkeit der Negerbildunqaiif so entfernten Inseln? Gewiß nicht, weil Afri-kaner, zumal in so frühen Zeiten, Eolonien hiehersandten, sondern weil die Natur überall gleichförmigwirkt. Auch dies ist die Gegend des heißestenKlima, nur von der Meeresluft gekühlt; warumsollte eS also nicht auch Negrillo's der Inseln gebenkönnen, wie cs Neger des festen Landes gab? zu-
trägen zur Völker - und Länderkunde Th. 2. S.57. 287. u. s. Lllgem. Reisen Th. H. S. 898-Le Ventils Reisen in Ebclings Saniml.Th. g. S. 70.
*) S. Reisen um bi« Welt, LH. I. S. 55i». Leipzig