der Geschichte der Menschheit. >5
demselben auch die schönste Menschengattung zu su-chen; wie sehr trügt uns aber diese Erwartung!Die Bildung der Kalmuken und Mongolen ist be-kannt : sie hat nebst der Mittlern Größe wenigstensin Resten das platte Gesicht, den dünnen Barr,die braune Farbe deS nördlichen Klima; zeichnet sichaber dabey durch die gegen die Nase schief ablaufen-den, flach ausgefüllten Augenwinkel: durch schmale,schwarze, wenig gebogene Augenbraunen, durch einekleine, platte, gegen die Stirn zu breite Nase,durch abstebende große Ohren, krumme Schenkel undBeine, und das weiße, starke Gebiß aus, *) dasnebst der ganzen Gesichtsbildung ein Raubthier un-ter den Menschen zu charakterisicen scheinet. Wohernun diese Bildung? Die gebognen Knie und Beinefinden am ersten ihren Grund in der Lebensweisedes Volkes. Von Kindheit auf rutschen sie auf ih-ren Beinen oder hangen auf dem Pferde; in Sitzenoder Reiten theilt sich ihr Leben, und die einzigeSteilung, die dem menschlichen Fuße seine geradeschöne Gestalt gibt, der Gang, ist ihnen, bis aufwenige Schritte, sogar fremde. Sollte nun nicht
*) S. Pallas Sammlungen über die MongolischenVölkerschaften, Th I. S. g8. ipr. u. f. Geor-gi' s Beschreib, der Nat. des Ruff Reiches LH. si.Petersb. 1780. Scknitscbers Nachricht vonden Ajukischen Kalmuken in Müllers Sammlungzur Ruff Gesch. B. ff. St. si. SchlötzersAuszug aus Schülers IVlciriorabilibus ktussivo-Lsinläv. in den Müllelschen Sammlungen. B. 7.St, 1. u. s.