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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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zweifelte er nicht, daß sie sich zur geeignete» Stunde in guterFreundschaft, wo nicht in erneuertem, vertrauterem Verkehr wie-der begegnen wurden.

Als Alle an Bord waren, wurden die Ruder besetzt, und dieArche bewegte sich iu ihrer schwerfälligen Weise dem fernen Land-vorsprung zu. Wildtödter und Chingachgook zogen jetzt zwei derCanoe's ans dem Wasser und brachten sie in das Kastell. Thu-reu und Fenster wurden dann verriegelt, und das Hans wurdemittelst der Fallthnre auf die schon beschriebene Weise verschlossen.Beim Verlassen der Pallisaden sah man Hist in dem übrigen Ca-noe, wo der Delaware alsbald sich zu ihr gesellte und fortru-derte, so daß Judith allein auf der Platform stehen blieb. InFolge dieser raschen Bewegungen fand sich Wildtödter allein mitder schönen, und noch immer weinende» Leidtragenden. Zn nn-befangen, um irgend einen Verdacht zu hegen, ruderte der jungeMann sein leichtes Boot herum, und nahm darin seine Herrinauf, worauf er dieselbe Richtung wie sein Freund cinschlug.

Die Fahrt nach dem Vorsprung führte schräg, und zwar innicht großer Entfernung an den Gräbern der Totsten vorbei. Alsdas Canoe dort vorüber glitt, redete Judith, znm ersten Maldiesen Morgen, mit ihrem Begleiter. Sie sprach nur wenig,sie that nur die einfache Bitte an ihn, ein paar Minuten zu hal-ten, ehe er die Stelle verließe.

»Ich sehe diesen Platz vielleicht nie wieder, Wildtödter," sagtesie,und er enthält die Leichen meiner Mutter und meiner Schwe-ster! Ist es nicht möglich, was meint Ihr, daß die Unschuld desEinen dieser beide» Wesen in den Augen Gottes für das HeilBeider gutspreche?"

Ich verstehe es nicht so, Judith; aber ich bin kein Missivnärund nur dürftig unterrichtet. Jeder Geist steht ein für seineeigenen Fehltritte; obwohl eine herzliche Rene Gottes Gesetzengenügen kann."