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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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war der Ausdruck seines Gesichts sehr verändert. Er hatte denWunsch, ihn zu retten, aufgcgebeu, und war nicht mehr geneigt,die ernstern Martern noch länger zu verschieben. Diese veränderteStimmung hatte sich in ihrer Wirkung de» jungen Männern mit-getheilt, welche schon rüstig ibre Vorbereitungen sür die beabsich-tigte Scene trafen. Stücke trockenen Holzes wurden rasch um denjungen Baum her gesammelt die Splitter, die man dem Opferin's Fleisch stoßen und daun anzünden wollte, waren alle gesam-melt, und die Bastseile schon in Bereitschaft, um ihn wieder auden Baum zu binden. Dies; Alles geschah in tiefem Schweigen;Judith beobachtete jede Bewegung mit athcmloser Erwartung,während Wildtödter selbst anscheinend so unbeweglich dastand, wieeine der Fichten auf den Bergen. Als jedoch die Krieger, um ihnzu binden, vortratcn, warf der junge Mann Judith einen Blickzu, wie fragend, ob Widerstand oder Ergebung das Rathfamstesei. Durch eine bedeutungsvolle Geberde rieth sie zur letzter»;und in einer Minute war er wieder an den Baum gebunden, einehilflose Zielscheibe jeder Schmähung oder Mißhandlung, die manihm bieten mochte. So eifrig waren jetzt Alle, zu handeln, daßkein Wort gesprochen wurde. Sofort ward der Scheiterhaufen au-gezündet, und mit gespannter Erwartung sah man dem Ende vonAllem entgegen.

Es war nicht die Absicht der Huroneu, ihrem Opfer mittelstdes Feuers geradezu das-Leben zu nehme». Sie beabsichtigten nur,seine physische Kraft und Ausdauer auf die härteste Probe zustellen, die sie, ohne ganz zu erliegen, ertragen könnte. Am Endehatten sie den Plan, seinen Skalp mit sich in ihr Dorf zu nehmen,aber sie wünschten vorher seine Entschlossenheit zu brechen undihn zum klagenden Dulder zu erniedrigen. Zu diesem Behufe warder Haufen von Zweigen und Gestrüppe in einer geeigneten Ent-fernung aufgcthürmt worden, wo, wie mau berechnete, die Hitzebald unerträglich werden würde, ohne geradezu auch schon gefährlich