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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Einem Erguß los, und verwandelten sie wie mit einer Zauber-rnthe in eine Art Wahnsinnige. Ohne ihn einer Antwort in Wor-ten zu würdigen, machte sie die Wölbungen des Waldes von ihremGekreische erdröhnen, und dann stürzte sie ans ihr Opfer los, undergriff ihn bei de» Haaren, die sie ihm mit den Wurzeln auszu-reißen entschlossen schien. Es dauerte einige Zeit, bis man ihnvon ihr losmachen konnte. Znm Glück für den Gefangenen warihre Wnth blind, denn seine gänzliche Hilflosigkeit hätte ihn ihrvöllig preisgegeben: wäre sie besonnener gewesen, so hätte sie ihmden Tod bringen können, ehe zn Hilfe zn eilen möglich war. Soaber gelang cs ihr nur, ihm ein paar Hände voll Haare auszn-ranfen, ehe die jungen Männer sie von ihrem Opfer wegrissen.

Die der Sumach widerfahrene Beschimpfung galt als eineBeleidigung des ganzen Stammes, jedoch nicht sowohl wegen derAchtung, die man für das Weib hegte, als in Betracht der ver-letzten Ehre der hnronischen Nation. Snmach selbst galt allge-mein für so herb und so sauer wie die Beere, von der sie ihrenNamen hatte; und jetzt, nachdem ihre großen Beschützer, ihrGatte und ihr Bruder, Beide dahin waren, gaben sich Wenigemehr Mühe, ihre Abneigung gegen sic zn verbergen. Doch aberwar es ein Ehrenpnnkt geworden, das Bleichgesicht zn strafen,das ein hnronisches Weib verschmähte, und zumal Einen, derganz kaltblütig lieber sterben wollte, als dem Stamme die Lasteiner Wittwe und ihrer Kinder abnehmen. Die jungen Männerzeigten eine Ungeduld, mit der Marter zn beginnen, welche Rive-noak verstand, und da seine älter» Genossen keine Neigung ver-riethen, einen längern Aufschub zu gestatten, sah er sich genöthigt,das Zeichen zu geben zum Anfang des höllischen Werkes.