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dem Vorsprung herumwandeln, als ob Ihr auch eine Gefan-gene wäret?"
„Ich bin keine Gefangene, Wildtödter, sondern ein freies Mäd-chen, und gehe wohin und wann es mir gefällt. Niemand darfmir ein Leid thnn! Wenn sie cs thäten, würde Gott zürnen, wieich ihnen in der Bibel zeigen kann. Nein — nein — Hetty Hutterfürchtet sich nicht; sie ist in guten Händen. Die Hnronen sinddort in den Wäldern drüben, und haben ein scharfes Auge aufuns Beide, dafür steh' ich, denn alle Weiber und Kinder haltenWache. Einige begraben den Leichnam des armen Mädchens, dasin der vorigen Nacht erschossen wurde, damit der Feind und diewilden Thiere ihn nicht finden können. Ich sagte ihnen, Vaterund Mutter lägen im See, aber ich lies; sie nicht wissen, in wel-cher Gegend, denn Judith und ich brauchen Niemand von ihrerheidnischen Gesellschaft auf unserem Begräbnißplatz."
„Ach weh! Nun, cs ist in der That eine grausame Aufgabe,hier zn stehen, lebend und zornig, mit aufgeregten, wnthendenGefühlen, in der einen Stunde, und dann in der nächsten weg-geführt und in einer Grube in der Erde dem Anblick der Men-schenkinder entrückt zu werden! Niemand weiß, was ihm aufeinem Kriegspfad widerfahren mag, das ist gewiß!"
Hier unterbrach das Rauschen des Laubs und das Krachen vondürren Zweigen das Gespräch, und setzte Wildtödter in Kcnntnißvon der Annäherung seiner Feinde. Die Hnronen schloßen umden Platz, der für die nun kommende Scene eingerichtet wordenwar, und in dessen Mitte das beabsichtigte Opfer jetzt stand, einenKreis — und die bewaffneten Männer waren so unter die schwä-chen; Glieder der Bande vertheilt, daß keine gefahrlose Lücke war,wo der Gefangene durchbrechen konnte. Aber er dachte jetzt nichtmehr an Flucht; der letzte Versuch hatte ihn von der Unmöglich-keit überzeugt, zu entkommen, wenn er von einer großen Mengeso scharf verfolgt ward. Im Gegenthcil hatte er alle seine Kräfte